Archive for Februar, 2008

Fichtenholzdildos

Mittwoch, Februar 20th, 2008

Müsste man/frau doch denken,  dass es mittlerweile nichts besonderes ist, wenn Sexspielzeuge produziert oder verkauft werden. Während in Großstädten unzählige Sexshops schon in den Schaufenstern die Produkte präsentieren macht eine kleine Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis derzeit wohl eine größere “Umerziehung” durch. Waren doch dort wohl Sexspielzeuge niemals ein Thema…
In Handarbeit werden nunmehr Fichtenholzdildos hergestellt und zum Verkauf angeboten.

Ich persönlich habe mein Interesse an diesen Berichten bzw. der Recherche erst dadurch gewonnen, weil es für mich nicht verständlich war, warum die Ortsbewohner dermaßen heftig gegen diese Produktion bzw. Bewerbung der Produkte reagiert haben. Ich vermute, der Ort kommt nun ganz anders zu Popularität, als es den 600 Einwohnern Recht sein wird…

Eigentlich erstaunlich, dass in Zeiten von Arbeitslosigkeit ein kleines Dorf im Odenwald einem seiner Nachbarn die “Hölle heiß” macht weil er durch Produktion und Verkauf von Dildos den Ruf des nun “sündigen Ortes” ruinieren würde.

Hat doch Elmar Thüry mit seinen Fichtenholzdildos ein neues Produkt entwickelt, welches scheinbar immer populärer wird. Eine erfahrene Sexshopbetreiberin aus Hamburg informiert darüber, dass die meisten Anwenderinnen anfänglich zu weichem Material greifen. Je nach Erfahrungssteigerung und zunehmender Anzahl von Sexspielzeuge werden beispielsweise dann oft Dildos und Vibratoren aus härterem Material eingesetzt.

Das 600-Einwohner-Dorf Hettigenbeuern, welches zu Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis gehört, stört sich an der Vermarktung durch das Internet. “Die Leute haben ein moralisches Problem damit, dass so etwas in einem so kleinen Örtchen hergestellt wird”, sagt Thüry.

Nicht nur, dass er Werbeprospekte in die Briefkästen warf erregte die Gemüter, sondern nun auch eine groß angelegte Publicity im Rahmen eines Magazins bei einem renomierten TV-Privatsender lässt den TV-Zuschauer mitverfolgen wie Damen reiferen Alters erbost sind über diese Wirtschaftsförderung der Region.

Fichtenholzdildos in verschiedenen Formen und Größen sowie in den Farbtönen Natur, edelbraun und rustikal. Thüry ist zwar nicht der einzige Hersteller von Sexspielzeug aus Holz; er hat nach eigenen Angaben jedoch das Patent für Dildos aus Fichtenholz. Fichte sei langfaserig und übertrage daher Vibrationen besser als Hartholz, sagt er. Im Vergleich zu Kunststoffprodukten seien sie außerdem langlebiger.

Hersteller: www.waldmichlsholdi.de

Valentinstag

Montag, Februar 11th, 2008

Kann es sein, dass nur böse Zungen behaupten, der Valentinstag sei eine Erfindung der Blumenverkäufer und der Süßwaren-Industrie? Die christiliche Variante führt auf den heiligen Valentin zurück und Hausfrauen, benennen Juno, die Schutzherrin der Ehe und Familie als Ursprung dieses Brauches. 

Die Kirche war sich in der letzten Zeit nicht so ganz sicher, was sie halten sollte von all den kleinen, heidnischen Feiertage und Anlässen. Sollten diese nun in die christlich Verpackungen gesteckt werden oder nicht?

Wenn wir also Weihnachten einen Baum schmücken und Ostern bunte Eier verstecken, hat dieses keinerlei christliche Ursprünge, war uns aber nicht auszutreiben und wurde deshalb zähneknirschend übernommen.

Bereits die guten alten Römer feierten am 14. Februar damit, daß sie alle weiblichen Familienangehörigen mit Blumen beglückten.

Ist es doch so Brauchtum, das gesagt wird, daß ein Mädchen den Mann heiraten wird, den es am Valentinstag als erstes sieht. Im Mittelalter waren die Kaufleute und Seefahrer noch recht harmlos in Sachen Gechenke: sie spendierten ein Freundschaftsmahl, während in Frankreich, Belgien und England für ein Jahr Valentin(s) und Valentine(n) auslost, die dann als verlobt gelten.

Valentinstag in Japan
Nicht nur die Vorgesetzten, alle Männer bekommen an diesem Tag Schokolade, wobei Vorgesetzte, die sich schlecht benommen haben aber nur die sogenannte ‘Giri-choko’ bekommen, das ist ganz billige Schokolade.
Beliebte Vorgesetzte oder andere männliche Mitarbeiter bekommen dann deutlich bessere Schokolade und es kann vorkommen, dass der Schreibtisch dieser Männer dann in rosafarbig und aufwendig verpackter Schokolade oftmals mit Plüschtieren etc. untergeht.

Auch für die Frauen ist gesorgt (wenn auch erst am 14. März), am ‘White Day’ - nun sind die Herren der Schöpfung gefordert, den Frauen etwas zurückzuschenken.
Die armen, die ja bereits vier Wochen vorher bedacht wurden könnten jetzt ganz schön in die “Breddulie” kommen….

Und wehe dem armen Manne, der nicht mehr genau weiß, von welcher Frau erwas in welchem Wert bekommen hat…. es könnte ihm blühen, dass er dann im nächsten Jahr die billigste Schokolade serviert bekommt ;-))