Mehr als 800.000 Menschen, was rund 2,7% aller Arbeitnehmer entsprechen, sind nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Deutschland Opfer von Mobbing-Attaken. Wiederholte Angriffe und Sticheleien von mehreren auf eine Person, die im Regelfall länger andauernd sind. Männer wie Frauen werden gemobbt. Frauen sind jedoch im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen wesentlich häufiger (laut Mobbing-Report der BAuA um 75 %) Opfer von Mobbing.
Übrigens, das hier angegliederte Forum bietet auch die Möglichkeit, sich über solche Themen auseinander zu setzen.
Ein Teufelskreis, am Anfang oft noch gar nicht merklich beginnt, zuweilen eingebunden in Streß und das Bewußtsein “sei froh, dass Du einen Job hast”. Kein Fall ist wie der andere, keine Bewältigung von Überlastung wie die andere. Die einen fangen plötzlich zur Nervenberuhigung an sich mit Süßigkeiten vollzustopfen, andere wiederum rauchen mehr (was den Kreis noch enger werden lässt, da mit jeder Zigarette wertvolle Arbeitszeit verloren geht).
Bereits unter Druck ist es zuweilen am einfachsten Sticheleien und Schikanen einfach runter zu schlucken. Der Chef, der Tag für Tag neue Listen will, die Kollegen die ständig “Hast Du kurz Zeit” fragen, natürlich in der Erwartung sofort Zeit für sie, ihre Aufträge und die Listen vom Chef aufzubringen.
Während Mobbing in vielen verschiedenen Facetten auftritt, weil es unendlich viele Möglichkeiten gibt andere Menschen zu schikanieren, so sind die Folgen für die Opfer im Regelfall immer dieselben. Das Opfer bemüht sich immer mehr gute Arbeit abzuliefern, setzt sich selber immer mehr unter Streß und bietet sich dadurch für weitere Mobbingaktionen an.
Solltet Ihr zu denjenigen gehören, die sich schikaniert fühlen (unwesentlich, ob es jetzt neutrale Beobachter auch so sehen oder nicht) so beginnt ein Mobbingtagebuch zu schreiben. Ihr solltet das Geschehnis, das Datum und die anwesenden Zeugen notieren. Sollte sich später einmal alles in Wohlgefallen auflösen, klasse! Wenn aber nicht, so kann Euch ein solches Mobbingtagebuch eine gute Stütze darstellen.
Ihr glaubt nicht, was Ihr alles in den Jahren voller Schikane verdrängt, was Euch eventuell bei einer Kündigungsschutzklage sehr entgegen kommen kann. Speziell dann, wenn Euch die allerfeinste Variante, das “Bossing” begegnet.