Der Ständer aus der “Giftküche”
Montag, Oktober 8th, 2007Potenzsteigerung zu jedem Preis? Alle wirksamen Aphrodisiaka werden im Regelfall aus Giften gewonnen. Wenn wir an die “Spanische Fliege” denken, die eigentlich aus einem Käfer gewonnen wird und die sogar den Marqui de Sade 1772 wegen Giftmischerei vor Gericht brachte. Er wollte mit einigen Prostituierten eine wilde Orgie feiern und bot zuvor Konfekt mit Spanischer Fliege an. Doch wurden die Mädchen nicht etwa geil, sondern erbärmlich krank, und der Marquis mußte sich wegen Giftmischerei vor Gericht verantworten.

Dadurch dürfte uns langsam klar werden, was diese durchblutungsfördernden Mittel, die ohne Frage der Potenz zuträglich sind, bewirken können.
Dieses Extrakt mit dem Käfer - die spanische Fliege ist eigentlich ein Käfer - enthält den hochgiftigen Wirkstoff Cantharidin, der die Harn und Geschlechtsorganis massiv anspricht. In ganz ungeschickten Fällen hat daraus eine Dauererrektion resultiert, was ja wohl kaum wünschenswert ist. Eine Überdosis kann bis zum Tod führen und mit Versuchen jeglicher Art ist mehr als deutlich abzuraten.
Die Präparate, die jedoch in Deutschland auf dem Markt sind, allerdings auch unter diesem Namen, enthalten eine ungiftige Ersatzsubstanz. Diese Substanz dient in der alternativen Medizin oftmals bei Blasenentzündungen. Ob dieser Ersatzstoff jedoch für die Potenz wirklich wirksam ist scheint fraglich.
Diese Produkte mit dem Ersatzstoff arbeitet noch mit dem Ruf des Originalextraktes; welches leider in den vergangenen Jahrhunderten viele liebeslustige Männer das Leben gekostet hat.
Catuaba Catuaba: Im brasilianischen Regenwald wird von Indianern ein Tee aus der Rinde des Catuaba-Strauches bereitet, dem ein stimulierender Effekt auf das Nervensystem nachgesagt wird. Dieser Tee wirkt angeblich auch bei Impotenz.
Kurze Zeit nach dem Genuss soll es zu erotischen Träumen und zur Steigerung des sexuellen Verlangens kommen. Über negative Auswirkungen wurde bislang nichts berichtet.
Die brasilianische Naturmedizin sieht Catuaba als ein Stimulans des Gehirns an, wobei hervorragende Wirkungen bei Nervosität, Vergeßlichkeit, Schlaflosigkeit, Unruhe und, last but not least, Potenzschwäche vielfach bezeugt sind.
Pharmakologische Analysen ergaben den Nachweis von Phytosterolen, also sexualhormonähnlichen Bestandteilen, die man im allgemeinen für die potenzfördernde Wirkung verantwortlich macht. Nebenwirkungen wurden auch nach Langzeitanwendungen bisher nicht beobachtet.
Tee:
1 EL auf einen Liter Tee, 5 Min. kochen und 15 Min. ziehen lassen.
Catuaba-Tee hat ein zitrusähnliches Aroma und ist sehr wohlschmeckend. Die Dosierung kann nach Geschmack erfolgen.
p.s.; In Südamerika wird Catuaba gern Zuchthengsten zur Stärkung gegeben…..
Mehr detailiertes zum Thema, wie auch über erotische Badaufgüsse etc. gibt es beim externen Link der “Aphrodisiaka Rezeptbibliothek“.




